MYTHOS ODER WAHRHEIT: SCHWITZEN DURCH FALSCHE ERNÄHRUNG?

Stimmt es, dass eine falsche Ernährung zu Schweissausbrüchen führt? Schwitzen wir wirklich mehr von Schokolade, Koffein & co.? Um übermässige Transpiration zu verringern, sollte man beim Essen einige Dinge beachten.

Viele Menschen kommen nach dem Genuss einer deftig-scharfen Pizza Diavolo ins Schwitzen. Nicht selten sind Schweissperlen auf der Stirn, feuchte Hände oder Flecken unter den Achseln die Folge einer solchen pikanten Mahlzeit. Fakt ist, dass die Ernährung Einfluss auf Schweiss und Körpergeruch hat. Manche Speisen kurbeln die Schweissproduktion an und sorgen für vermehrtes Schwitzen.

Aber: Mit der richtigen Ernährung und dem Verzicht auf gewisse Produkte kann man übermässiges Achselschwitzen reduzieren. Eine Ernährungsumstellung kann auch der erste Schritt sein, hyperaktive Schweissdrüsen zu beruhigen.

DIESE SPEISEN SORGEN FÜR SCHWEISSAUSBRÜCHE

Fast Food, Schokolade, Fertigkost, aber auch Weissbrot haben sehr geringe Ballaststoffwerte. Ausserdem fehlt es ihnen an den nötigen Enzymen für eine gut funktionierende Verdauung. Das Resultat: Der Körper muss doppelt so hart arbeiten, um die süsse oder fettige Speise zu verarbeiten. Dazu braucht er eine höhere Energiemenge, die die Körpertemperatur ansteigen lässt und zu verstärktem Schwitzen führt.

SCHARFE GERICHTE STEIGERN DIE KÖRPERTEMPERATUR

Auch scharfe Speisen führen zu einer verstärkten Transpiration. Schuld ist das in vielen Paprikasorten natürlich vorkommende Alkaloid mit dem Namen Capsaicin. Während des Essens „denkt“ der Körper, dass die Körpertemperatur steigt. Das ist aber ein Fehlalarm. So werden die Schweissdrüsen aktiviert und der Schweiss beginnt automatisch zu fliessen.

KOFFEIN ALS SCHWEISSTREIBER

Der Kaffee am Morgen wirkt nicht nur als Kickstarter in den Tag, sondern regt auch die Schweissdrüsen an. Das liegt daran, dass Koffein ein Reizmittel ist. Es stimuliert das zentrale Nervensystem und erhöht die Herzfrequenz sowie den Blutdruck. Das wiederum aktiviert die Schweissdrüsen und führt zu einem vermehrten Schwitzen.

DIESE LEBENSMITTEL VERRINGERN STARKES SCHWITZEN

Glücklicherweise gibt es aber auch Nährstoffe, die das Schwitzen reduzieren können. Kalzium beispielsweise stärkt nicht nur die Knochen, es kann auch die Schweissproduktion senken. Es ist nämlich ein wichtiger Mineralstoff, den der Körper für die Temperaturregulation benötigt. Grosse Mengen Kalzium sind unter anderem in fettarmem Joghurt und verschiedenen Käsesorten enthalten.

Auch Vitamin B kann das Schwitzen minimieren, denn es unterstützt die metabolischen Funktionen und die interne Kommunikation der Nervenbahnen. Vitamin B findet sich vor allem in Hülsenfrüchten, tierischen Produkten und Getreide. Fehlt das Vitamin, verbraucht der Körper mehr Energie und die Temperatur steigt. Auch Olivenöl ist ein gutes Mittel, um die Verdauung zu erleichtern und den Körper zu entlasten. Folglich produziert er weniger Wärme und schwitzt weniger.

Neben dem Verzicht auf schweisstreibende Nahrung unterstützt eine gesunde Ernährung die Schweissregulation. Da dürfen Obst und Gemüse natürlich nicht fehlen. Sie sind reich an wichtigen Vitaminen, bestehen zum grössten Teil aus Wasser und enthalten unterstützende Ballaststoffe.

Wenn du trotz der richtigen Ernährung zu starkem Schwitzen neigst, kannst du dich mit einem Anti-Transpirant effektiv schützen.