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Trainieren ohne Schweiß: gesund und effizient?

Allgemein gilt, dass starkes Schwitzen ein Beweis für hartes und vor allem effizientes Training ist, doch dieser Zusammenhang stimmt nur bedingt.

Umgekehrt gilt die Schlussfolgerung, dass wer nicht schwitzt, auch nicht richtig trainiert. Aber auch ohne tropfenden Schweiß und roten Kopf kann man sehr gut trainieren und den eigenen Körper in Form bringen.

Körpertemperatur regulieren

Schwitzen ist zuallererst eine natürliche und gesunde Körperfunktion, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Der Körper produziert Schweiß, um die Körpertemperatur zu regulieren und sich vor Überhitzung zu schützen. Schwitzen ist insofern lebenswichtig. Die Schweißmenge jedoch variiert. Mehr als drei Millionen Schweißdrüsen ermöglichen den Austritt der Flüssigkeit, die auf der Haut verdampft und dadurch kühlt. In der Physik nennt man diesen Effekt Verdunstungskälte. Wer viel schwitzt, der hat für gewöhnlich erhöhten Kühlungsbedarf. Übrigens: Abgesehen von gesteigerter körperlicher Aktivität kann übermäßiges Schwitzen auch krankhafte Ursachen haben (Hyperhidrose), welche ärztlich zu untersuchen sind.

 

Effizient kühlen

Wer bestimmte körperliche Aktivitäten nicht gewohnt ist, der kommt leichter ins Schwitzen. Man kann den Körper jedoch durch Training an Bewegungsabläufe gewöhnen, sodass diese irgendwann für ihn nicht mehr anstrengend sind. Tatsächlich lernt der menschliche Körper durch regelmäßiges Training auch, sich effizienter abzukühlen. Ein trainierter Körper kühlt nämlich anders als ein untrainierter: Eine ungewohnte und anstrengende Aktivität fördert Kurzatmigkeit und vor allem eine schnelle Steigerung der Körpertemperatur, auf die der Körper mit unverhältnismäßig hohem Schweißaustritt reagiert. Insofern ist starkes Schwitzen für gewöhnlich ein Beleg für körperliche Überanstrengung. Demgegenüber kühlt der trainierte Körper effizienter: Das Blut fließt schneller zur Hautoberfläche, um Hitze abzuleiten. Die Schweißproduktion startet parallel, allerdings ist weniger Schweiß zur Kühlung des Organismus erforderlich. Man schwitzt in Folge weniger, möglicherweise sogar kaum, obwohl die Intensität hoch ist.

 

Workout intensivieren

Zwar hängt die Schweißproduktion auch vom Faktor Zeit ab, entscheidend ist jedoch die Intensität des Trainings: Man kann ein Workout in 15 Minuten so intensiv gestalten, dass man genauso viele Kalorien verbrennt wie bei einer relativ lockeren 45-minütigen Trainingseinheit. Mit der Intensität des Trainings steigt die Körpertemperatur, der Körper kommt näher an bestimmte Leistungsgrenzen, sodass mit höherem Puls auch die produzierte Schweißmenge zunimmt.

 

Belastungsspitzen einbauen

Ein Workout lässt sich in der Intensität leicht variieren: Wer für gewöhnlich 45 Minuten bei gemäßigtem Tempo durch den Wald läuft, der kann kurze Sprints – mit kurzen Pausen – integrieren. Dabei lässt sich die Dauer des Laufs reduzieren, indem man den Anteil an Sprints erhöht. Mit jedem Sprint wird der Effekt der Intensitätssteigerung deutlich, die Schweißausbrüche lassen nicht lange auf sich warten. Und auch hier gilt: Wer sich an die anstrengenden Sprints gewöhnt, wird schließlich verhältnismäßig weniger stark schwitzen, weil der Körper mit der Belastung vertraut ist und effizienter kühlt. Eine ausgiebige Dusche verschafft nach jeder Trainingseinheit wohltuende Kühlung und Erfrischung. Danach wirkt ein Antitranspirant von HIDROFUGAL der Schweißbildung, sowie der Entwicklung unangenehmer Körpergerüche, effektiv entgegen. Schließlich läuft die Fettverbrennung sogar noch Stunden nach dem intensiven Workout weiter. 

 

Nur wer schwitzt trainiert richtig?

Was bedeutet es eigentlich, hart zu trainieren? Das Trainieren an der persönlichen Leistungsgrenze hat mit der Vorstellung von hartem Training zu tun. Da dieser Bereich eher außerhalb der gewohnten Belastung liegt, wird der Körper stark gefordert, was sich am vergleichsweise hohen Puls sehr gut messen lässt. In diesem roten Grenzbereich ist eine ausreichende Kühlung des Körpers lebenswichtig. Starkes Schwitzen ist somit erst einmal ein Zeichen von hoher Intensität. Allerdings bedeutet ein stark schwitzender Körper beim Training nicht automatisch Effizienz, eher ein Training an der individuellen Leistungsgrenze. Diese Leistungsgrenze ist jedoch abhängig von der persönlichen Fitness und dem individuellen Schwitzverhalten, denn Menschen schwitzen – genetisch bedingt – unterschiedlich. Beim Training sollte man sich vor allem über die eigenen Leistungsgrenzen klar sein, ein moderates Training mit sinnvollen Spitzenbelastungen vorziehen und dabei gerne auch so richtig schwitzen. 

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