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Unverwechselbar und einzigartig: der eigene Körperduft

Der Körpergeruch oder besser gesagt, der körpereigene Geruch ist, genau wie der Fingerabdruck, bei jedem Menschen individuell und einzigartig. 

Bei dem Begriff Körpergeruch denken die meisten sofort an etwas Unangenehmes. Dies ist allerdings nur ein Teil eines komplexen Vorgangs, der durch bestimmte Stoffgemische in den Körpersekreten bestimmt wird. Das Besondere daran: Der Körpergeruch ist genetisch festgelegt und ebenso unveränderbar wie ein Fingerabdruck. Diese Individualität ist lediglich bei eineiigen Zwillingen aufgehoben. Interessant ist gleichzeitig die Tatsache, dass es einen sogenannten Familiengeruch gibt. Je enger die Verwandtschaft ist, desto ähnlicher wird der Körpergeruch. Babys können somit ihre Mutter eindeutig am Geruch identifizieren. 

Die Moleküle machen's

Den individuellen Basisduft bestimmt ein Molekularkomplex, die HLA-Moleküle. Und diese spielen nicht nur eine große Rolle für den Körperduft, sondern auch für das Immunsystem. Fast jede Körperzelle ist mit solch einem Molekül ausgestattet und meldet dem körpereigenen Abwehrsystem das Eindringen von Krankheitserregern, damit es rasch reagieren kann. Aber auch, wenn der Körpergeruch in unseren Genen verankert und absolut einmalig ist, kann er durch andere Faktoren beeinflusst werden. Zwar bleibt die DNA enthalten, aber Schweiß- und Mundgeruch können sich ändern. Gründe dafür können verschiedene Krankheiten, das Alter, die Ernährung, mangelnde Hygiene oder eine schlechte psychische Verfassung sein. 

 

Schweiß an sich ist geruchlos

Jeder weiß, dass es bestimmte Situationen gibt, in denen er ins Schwitzen gerät, wie etwa beim Sport, anderen körperlichen Anstrengungen, bei Nervosität oder bei Hitze. Dabei riechen wir vor allem den Achselschweiß, da dort die meisten Schweißdrüsen sitzen. Schweiß ist an sich geruchlos, denn er besteht zu 99 % aus Wasser, der Rest setzt sich aus Ammoniak, Zucker, Eiweiß, Salz und Harnstoffen zusammen. Der typische Schweißgeruch entsteht erst, wenn Schweiß auf der Haut von Bakterien zersetzt wird. Je länger sich die Bakterien verbreiten können, desto intensiver der Geruch. Aber auch der genetisch festgelegte Basisduft fällt mal mehr, mal weniger deutlich aus. Wissenschaftler haben inzwischen sogar herausgefunden, dass es Menschen gibt, die zwar schwitzen, dabei jedoch keinen unangenehmen Geruch verbreiten. Ursache ist eine genetische Variante, die zwar einen Bakterienabbau des Schweißes erlaubt, jedoch ohne dabei Geruchsstoffe zu bilden. 

 

Männer haben mehr Schweißdrüsen als Frauen

Es ist zwar ein Irrtum, dass Männer mehr schwitzen als Frauen, allerdings ist der Schweißgeruch der Geschlechter unterschiedlich intensiv. Das wiederum hat mit der Schweißzusammensetzung zu tun, denn die Achselflora unterscheidet sich bei Frauen und Männern. Zwar finden sich bei beiden die Testosteronabbauprodukte Androstenon und Androstenol im Schweiß, jedoch ist die Konzentration bei Männern zehnmal so hoch wie bei Frauen. Außerdem sind die Schweißdrüsen aktiver als die von Frauen. Daher ist der männliche Schweißgeruch stärker wahrnehmbar.

 

Rasieren, ja oder nein?

Beim Thema Schwitzen fällt auch oft die Frage nach der Rasur von Achselhaaren. Hat das Rasieren einen Einfluss auf das Schwitzen und damit den Geruch? Ja, sagen die Dermatologen. Denn Achselhaare bieten den Bakterien ein bequemes Nest. Nach einer Rasur verringert sich die Gesamtoberfläche, sodass Schweiß und Bakterien sich nicht so ungehindert ausbreiten können. Außerdem wird durch das Rasieren die Belüftung der Haut verbessert. Komplettes Rasieren ist übrigens gar nicht erforderlich. Es reicht bereits das Kürzen der Achselhaare, falls man eine besonders dichte Behaarung hat. Sollte man sich für eine Rasur entscheiden, erledigt man diese am besten unter der Dusche mit einem hautfreundlichen Rasierschaum. So wird die Haut weich und weniger anfällig für unangenehme Schnitte.

 

Ein gutes Antitranspirant und Kleidung aus Baumwolle

Nach der Dusche empfiehlt sich ein Antitranspirant, das wirksam gegen Körpergeruch ist und einen weniger schwitzen lässt. Der duftneutrale Antitranspirant Klassik Zerstäuber von HIDROFUGAL schützt zuverlässig vor Schweiß- und Geruchsbildung. Auf die sorgfältig gereinigte und getrocknete Haut aufgetragen, fühlt man sich den ganzen Tag rundum frisch. Und natürlich sollte man möglichst auf synthetische Textilien verzichten, da sich bestimmte Bakterienstämme auf Kunststoffmaterialien besonders wohlfühlen. Baumwollstoffe sind durch ihre schweißaufsaugenden Eigenschaften besser geeignet, um unangenehmen Geruch vorzubeugen. 

Schweiß hatte übrigens in den Anfängen der Menschheitsgeschichte eine sehr wichtige Aufgabe. Die Schweißdrüsen sind stressgetriggert, das heißt, ihre Aktivität wird durch Stress ausgelöst, der damals vor allem in Gefahrensituationen entstand. Dieser Angstschweiß wurde von den Artgenossen als Warnung wahrgenommen, so dass man sich entsprechend wappnen konnte.  

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